Die Wannseekonferenz (1/9)
DIE WANNSEEKONFERENZ
Regie: Heinz Schirk
Drehbuch: Paul Mommertz
Produktion: Coproduktion der Infafilm GmbH München mit dem ORF und dem Bayerischen Rundfunk
Kamera: Horst Schier, Marius Ludwig
Länge: ca. 90 Minuten
Jahr: 1984
Genre: Fernsehspiel
Darsteller:
Dietrich Mattausch ... Reinhard (Tristan Eugen) Heydrich, Obergruppenführer, stellvertretender Reichsprotektor in Böhmen und Mähren
Friedrich G. Beckhaus ... Heinrich Müller, Chef des Amtes IV (Gestapo) des Reichssicherheitshauptamt
Gerd Böckman ... Adolf Eichmann, Leiter des Referats IV B 4 (Auswanderung und Räumung) beim Reichssicherheitshauptamt
Harald Dietl ... Dr. Alfred Meyer, Gauleiter
Jochen Busse ... Dr. Georg Leibbrandt, Ministerialdirektor
Peter Fitz ... Dr. Wilhelm Stuckart, Staatssekretär im Reichsministerium des Innern
Dieter Groest ... Dr. Erich Neumann, Staatssekretär
Erich Kleiber ... Dr. Roland Freisler, Richter und Präsident des Volksgerichtshofes
Reinhard Glemnitz ... Josef Bühler, Staatssekretär
Hans Werner Bussinger ... Dr. Martin Luther, Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt
Franz Rudnick ... Friedrich-Wilhelm Kritzinger, Ministerialdirektor der Reichskanzlei
Günter Spörrle ... Gerhard Klopfer, Ministerialdirektor in der Parteikanzlei der NSDAP
Robert Atzorn ... Otto Hofmann, Chef des SS - Rasse- und Siedlungshauptamts
Gerd Rigauer ... Dr. Karl-Eberhard Schöngarth, Befehlshaber der Sicherheitspolizei
Martin Lüttge ... Dr. Rudolf Lange, Kommandeur der Sicherheitspolizei
Anita Mally ... Sekretärin
Inhalt:
Grauenvolle Bilder von Judenvernichtungsaktionen - jedermann kennt sie. Beinahe unbekannt sind jedoch die Aktivitäten der Schreibtischtäter in den Kommandozentralen des politischen Massenmordes. Das Fernsehspiel Die Wannseekonferenz von Paul Mommertz unternimmt es nun erstmals, diese authentisch ins Bild zu setzen.
Berlin, 20. Januar 1942. Eine Villa am Großen Wannsee. Hausnummer 56 bis 58. Reinhard Heydrich, SS-Obergruppenführer, Chef des Reichssicherheitshauptamtes, engster Vertrauter und Mitarbeiter Himmlers, hat vierzehn führende Persönlichkeiten des Reiches zu einer Geheimkonferenz mit Frühstück geladen. Einziger Punkt der Tagesordnung: die sogenannte Endlösung der Judenfrage.
Unter anderen nehmen teil: SS-Obergruppenführer Müller, Chef der Gestapo; SS-Obersturmbannführer und Judenreferent Eichmann; SS-Sturmbannführer Lange, maßgeblich beteiligt an den schon üblichen Massenerschießungen hinter der Ostfront; Gauleiter Meyer, Staatssekretär für die besetzten Ostgebiete; Staatssekretär Bühler für das Generalgouvernement Polen; Unterstaatssekretär Luther vom Auswärtigen Amt; Staatssekretär Stuckart vom Reichsministerium des Innern, Mitverfasser der Nürnberger Gesetze gegen die Juden; Staatssekretär Freisler vom Justizministerium, später Vorsitzender des Volksgerichtshofes in den Schauprozessen gegen die Verschwörer des 20. Juli; ferner SS-Obersturmführer Klopfer als Vertreter der Parteikanzlei (Braunes Haus in München) und Görings Staatssekretär Neumann.
Eine Sekretärin führt das Protokoll der Konferenz - gemäß Anordnung ein Sachprotokoll. Diese später aufgefundene Niederschrift sowie Dokumente aus dem Umfeld, insbesondere die Aussagen Eichmanns, bilden die Grundlage der filmischen Rekonstruktion der Konferenz.